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 Die Gilde der Magier

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Twesi
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BeitragThema: Die Gilde der Magier   Mi Sep 19, 2012 10:23 pm

Avarya

Ich trat aus dem Gasthaus, in dem ich die Nacht verbracht hatte. Es lag im Inneren Ring und man bemerkte sowohl im Ambiente als auch bei den Preisen, dass es dazu gedacht war, dass Personen der gehobenen Gesellschaft die Nacht verbrachten. Die Sonne schien und es versprach ein schöner, warmer Tag zu werden. Dennoch trug ich meinen Umhang, der sowohl meine edle Kleidung, die ich mir ja jetzt leisten konnte, wie auch mein Messer verdeckte. Auch mein Gesicht wurde von der Kapuze verdeckt, ich wollte ja schließlich nicht unbedingt auffallen. Eine Sachakanerin in Kyralia war ebenso selten wie ein Kyralier in meiner Heimat. Außerdem war blond nun eine wirklich ungewöhnliche Haarfarbe. Ich blieb vor dem Tor zur Gilde stehen, an dem zwei Wachmänner postiert waren. Einer Eingebung folgend schob ich meine Kapuze zur Seite und bat um Einlass.

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Zuletzt von Twesi am Mi Sep 26, 2012 5:38 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Regenwolke



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BeitragThema: Re: Die Gilde der Magier   Mi Sep 19, 2012 10:59 pm

Akkarin

Der Morgen war noch jung, als ich mein Hus verließ, doch die Sonne schien bereits vom Himmel - und stach in meine Augen. Es war unglaublich hell, ich hatte in der Nacht nicht geschlafen und es gab viel zu viel zu tun - alles in allem nicht eben ein guter Start in den Tag. Dementsprechend schlecht war auch meine Laune, als ich mich auf den Weg machte, hin zum Tor der Gilde. Und von dort aus... Ich runzelte die Stirn, als ich an die vielen Gespräche dachte, die ich heute zu führen haben würde, zögerte aber nicht einen Augenblick. Auch wenn ich die verschwenderische Politik der Häuser nicht guthieß, so durfte ich - durfte die Gilde! - sich auf keinen Fall mit ihnen überwerfen, und für Reibungslosigkeit zu sorgen war nun einmal meine Aufgabe. Und mein Lebensinhalt, der mich Stunden wach hielt.
Als Müdigkeit drohte, meine Energie im Keim zu ersticken, verscheuchte ich sie, beinahe schon gewohnheitsmäßig, und sah nach oben. Der Tag begann warm und schön, genau, wie es die ganze Wohe über gewesen war, aber wirklich heben konnte auch dieser Umstand meine Laune nicht.
Als das Tor der Gilde schließlich vor mir lag, konnte ich vor ihm jemanden erkennen. Gewöhnlich interessierten mich Besucher der Gilde nicht besonders - zumindest, wenn es nicht gerade hochrangige Würdenträger waren, und auch wenn ich für diese natürlich stets ein Objekt größter Neugierde war - aber etwas an dieser Frau - denn weiblich war sie, ganz unverkennbar, selbst auf diese Entfernung - brachte mich dazu, stehen zu bleiben. Etwas an ihrer Haltung, an der Art, wie sie die Kapuze zurückstrich... Oder ihr Haar, hell, ganz untypisch? Ich wusste es nicht, aber etwas an ihr erinnerte mich an jemanden, den ich vor langer Zeit gekannt hatte. Aber das war unmöglich, denn dieser jemand war tot, und das schon seit vielen Jahren.
Ich seufzte. Ganz würde ich sie vielleicht nie vergessen können, und vieleicht war ich sogar naiv genug, noch zu hoffen - denn ich blieb weiter stehen, ein wenig zu weit entfernt, um ihr Gesicht zu sehen.


Staria

Die Sonne kündigte sich über den schroffen Bergkuppen eben mit ein klein wenig Helligkeit in der Schwärze der Nacht an, als ich eine Augenbraue hob. Meine erste Gefühlsregung seit einigen Stunden, und sie folgte auf eine lange, enthusiastische Rede Karikos. Ausführlich dargelegt hatte er, warum Kyralia schwach war, warum die Gilde kein Hindernis darstellte und warum wir nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht hatten, Sachaka wieder zu altem Glanz zu verhelfen - und sicher noch einiges mehr, aber bei seinen rhetorischen Fähigkeiten war nicht nur meine Konzentration abgeschweift.
"Großartig", erwiderte ich spöttisch, als der letzte Feuerscheit mit einem leisen Zischen endgültig zu Asche zerfiel und uns alle in Schatten tauchte. Sicher ein hübsch dramatischer Effekt, dachte ich, aber weil die Helligkeit langsam zu uns kroch, ließ ich mir nichts anmerken. Auch nicht, dass mir diese Pläne zutiefst misssfielen. Die Entscheidung aber war lange gefallen, und nun würde es nicht lange dauern, ehe wir uns auf den Weg machen würden - mit dem ganzen unnützen Kram, den diese einfältigen Egozentriker bei sich trugen, mit ihren mittelmäßigen Sklaven - die Reise würde gewiss furchtbar langwierig werden. Und endlos. und abwechslungslos. Meine Laune verdüsterte sich zusehends, und als die anderen mit zustimmendem Gemurmel aus ihrer Zuhör-Trance erwachten, nicte ich nur kurz, um gleich darauf aufzustehen. Auch wenn meine Beine steif waren vom Sitzen auf dem Boden, auch wenn ich mit der Situatio nicht zufrieden war - immerhin gab es arme Idioten, die schlimmer dran waren als ich, und dieser Gedanke zauberte mir ein Lächeln auf das Gesicht, während ich mich zu ebenjenen auf den Weg machte. Meinen Sklaven, die gewiss noch in seliger - nun, mer oder weniger - Ruhe nächtigten.
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Twesi
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BeitragThema: Re: Die Gilde der Magier   Mi Sep 19, 2012 11:24 pm

Reana

Ich schlief. Die Müdigkeit hatte meine Muskeln, meine Glieder, meinen gesamten Körper fest im Griff. Der Tag war, wie immer, hart und anstrengend gewesen, doch das war ich ja schon mein ganzes Leben lang gewohnt. Doch auch wenn ich erschöpft war, so fand ich keine Ruhe vor den Albträumen, die mich nahezu jede Nacht quälten. Ich träumte immer von den Ereignissen, die während meiner ersten sechzehn Lebensjahre geschehen waren. Ganz oft musste ich den Tod meiner Mutter wieder mit ansehen. So auch diese Nacht. Ich hörte das Gebell des Limeks, die Schreie, das Geräusch, wenn kräftige Kiefer Fleisch aus dem Körper rissen, sah das Blut, das auf den Boden tropfte.
Im nächsten Moment riss ich die Augen auf. Mein Atem ging heftig, mein Brustkorb hob und senkte sich schnell. Es dauerte einen Moment, bis ich realisierte, dass es wieder nur ein Traum gewesen war. Dann sah ich mich in der Dunkelheit um. Was hatte mich geweckt?

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BeitragThema: Re: Die Gilde der Magier   Mi Sep 19, 2012 11:36 pm

Staria

Die Schwärze im Zelt war noch so tief, als gäbe es keine Sonne, und für die Menschen, di hier schliefen, galt das auch irgendwie tatsächlich. Ich höre ihren Atem, einer von ihnen etwas schneller als die anderen. Reana. Sie war eine der Sklavinnen, die es am längsten bei mir gehalten hatte, und das lag nicht zuletzt an ihrem ausgesprochen stark ausgesprägten Kräften. Darüber hinaus war sie aber auch recht einfach im Umgang, und auch das hatte ihr sicher zu überleben geholfen.
"Ich würde euch ja einen guten Morgen wünschen", erhob ich laut die Stimme: "aber es ist keiner", ich lächelte schmallippig, während ich eine Lichtkugel zum Dach des Zeltes steigen ließ. Dass ich schlechte Laune hatte, war den meisten von ihnen Warnung genug, und sie sprangen auf, erschreckt und wohl auch ein wenig verunsichert. Genervt winkte ich sie nach draußen: "Macht euch nützlich, na los doch", ich schnippte mit den Fingern, genoss gar ein wenig, dass ich zumindest hier noch die unbedingte Autorität hatte. Aus einem Impuls heraus winkte ich Reana zu mir, ohne genau zu wissen, was ich von ihr eigentlich wollte - vermutlich suchte ich nur nach einem Sündenbock, um meine schlechte Laune an ihm auszulassen, und weil sie unbedacht genug gewesen war, ein wenig zu laut zu atmen.. Ich wusste selbst, dass es Willkür war, was ich hier tat, aber gerade das brauchte ich jetzt, da meine Bemühungen um unsere Zukunft gescheitert waren.
"du siehst nicht erholt aus", bemerkte ich, in vorwurfsvollem Tonfall zu meiner Sklavin und beäugte sie kritisch. Ich war gnadenlos, und das wusste auch Reana - nur was sie nicht wusste, war, dass ich sie nicht töten würde. Zumindest nicht heute.
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BeitragThema: Re: Die Gilde der Magier   Do Sep 20, 2012 9:28 pm

Schon seit dem Sonnenaufgang stand Kyron am Tor der Gilde zusammen mit einem zweiten Gardisten. Der andere schien wohl noch nicht lange diesen den Beruf inne zu haben, denn er stand schon seit Dienstantritt aufrecht dar und beobachtete aufmerksam die Umgebung, setzte ab und zu an etwas zu sagen, ohne doch ein einziges Wort über die Lippen zu bringen.
Kyron gähnte und streckte die Schultern, er war öfters bei der Gilde eingeteilt und bisher war noch nie wirklich etwas passiert. Wenn jemand vorbei kam, dann war es meistens ein Magier, der hinein oder raus wollte, oder jemand aus den Häusern. Eigentlich dienten sie hauptsächlich zum Abhalten von Bettlern oder anderen für die Gilde ungebetene Gäste.
Eine Frau schlug den Weg zum Tor ein, eine Kapuze tief ins Gesicht gezogen. Als sie auch wenige Meter vor ihnen noch keine Anstalten machte abzubiegen richtet sich Kyron auf und sie bleib schließlich direkt vor ihm stehen und zog die Kapuze herunter.
Sofort fiel ihr hellblondes Haar über die Schultern, schmiegte sich um das dunkle fremdartige Gesicht, dass zwar hübsch war, aber doch schon Spuren der Zeit trug. Sie sah ihn mit schwarzen Augen an und bat um Einlass.
„Hm“ er kratzte sich kurz am Kinnbart und musterte sie, sie war eindeutig keine Bettlerin, der etwas feineren Kleidung nach zu urteilen, aber nach den Häusern sah sie auch nicht aus.
Vielleicht war sie die Mätresse eines reichen Mannes mit einer Schwäche für das Außergewöhnliche oder Exotische?
Sie könnte aus Lonmar sein, ihre Haut war Frauen aus dort bekam man- weil es ihnen verwehrt war in die Gilde einzutreten- fast nie zu sehen. Auch wenn er selbst bei einem Mann von dort noch nie derart helle Haare zu der ansonsten dunkel gebräunten Haut gesehen hatte, auch wenn ihre noch um einiges heller als die der durchschnittlichen Lonmarer war.
„Zu wem möchtet ihr denn?“ fragte er schließlich nach einigen Sekunden.

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BeitragThema: Re: Die Gilde der Magier   Fr Sep 21, 2012 1:13 pm

Thalion schufftete schon seit den frühen Morgenstunden im Stall, es war für ihn keine besonders schöne Arbeit...ausmisten...frisches Heu reinlegen...Futter für die Pferde bereitstellen...und das den lieben langen Tag, aber es war der Ansporn für seine Schwester zu sorgen, das es ihr gut geht und sie nicht hungern muss auch wenn er die meiste Zeit kürzer tritt.
Jedoch war er ständig in Gedanken bei ihr, immer wieder macht er sich Vorwürfe und hat ein schlechtes Gewissen, sie so oft und so lange alleine zu lassen, aber es ging nicht anders.
Er hoffte nur, dass er nicht auffliegt, das niemand bemerkte das er eigentlich aus der unteren Schicht kommt und mehr oder weniger heimlich hier arbeitet, nicht weil er Angst hätte was sie mit ihm anstellen würden, nein...sondern viel mehr das er dann Miriel im Stich lassen würde.

Eine kleine Holzhütte, eher gesagt ein kleiner Schuppen,nicht größer als ein Raum,wo gerade so ein Bett und ein Tisch mit zwei Stühlen reinpasst, eine klapprige Tür und kein einziges Fenster, knarrende Dielen und geeignet für kalte Tage ist es auch nicht und bei Regen ist es erst recht nicht zu empfehlen,da das Dach undicht ist und wenn der Wind den Regen gegen die Wände prescht, kommt selbst dort das Wasser durch.
Ein etwas morsches großes Holzbrett,darauf ein mit Stroh gefülltes Kissen und eine Decke dient als Bett für die kleine Miriel,die noch seelenruhig schläft, hier und da plagt sie noch etwas Husten und Schnupfen,aber im großen und ganzen geht es ihr wieder gut, dank Valondir.

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BeitragThema: Re: Die Gilde der Magier   Fr Sep 21, 2012 1:38 pm

Reana

Schritte. Ja, das Geräusch von Schritten, die sich dem Zelt näherten, hatte mich geweckt. Nur Augenblicke später erklang auch schon die Stimme unseres Meisters, gefolgt von einer Lichtkugel, die das Zelt in helles Licht tauchte. Geblendet kniff ich die Augen zusammen, was mich jedoch nicht daran hinderte eilig aufzuspringen. Ich wollte gewiss nicht Starias Zorn auf mich ziehen, ganz besonders dann nicht, wenn er schlechte Laune hatte, wie es jetzt der Fall war.
Die anderen Sklaven wurden weggeschickt, mich jedoch winkte er zu sich. Ich verspürte ein nur allzu vertrautes Gefühl im Magen. Die Angst, etwas falsch gemacht zu haben, die Angst vor der Strafe. Dennoch überwand ich ohne zu zögern den Abstand zwischen uns und warf mich vor seinen Füßen ehrerbietig zu Boden. Darüber brauchte ich nicht einmal mehr nachzudenken. Diese Verhaltensweisen hatte ich schon vor vielen Jahren verinnerlicht.
Als ich den vorwurfsvollen Ton in meines Meisters Worten vernahm, zuckte ich leicht zusammen. Die Nacht war auch nicht besonders erholsam gewesen. Gegen einige weitere Stunden Schlaf, möglichst ohne Alpträume, hätte ich nichts einzuwenden gehabt. Doch das war mir ja leider nicht gegönnt. Stattdessen musste ich nun wohl als Sündenbock herhalten, an dem der Meister seine schlechte Laune auslassen konnte.
"Ich bitte um Vergebung, Meister" murmelte ich, auch, wenn es nur leere Worte waren. Er würde sich ganz sicher nicht davon abhalten lassen, mich zu bestrafen. Die Angst vor der Strafe war ja schon schlimm, aber noch schlimmer war die Ungewissheit, wie die Strafe aussah und ob ich nicht vielleicht gerade die letzten Minuten oder Sekunden meines Lebens verbrachte.

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BeitragThema: Re: Die Gilde der Magier   Fr Sep 21, 2012 2:09 pm

Staria

Müde rieb ich meine Augen, registrierte aber zugleich mit einigem Wohlwollen Reanas Ehrerbierung. Darum zumindest musste ich mich nicht kümmern - dafür hatte ich aber das Gefühl, unter lauter unerfahrenen Kindern zu leben, die ohne Sinn und Verstand losprügelten. Nicht, dass mir ihre Ziele nicht gefallen hätten oder dass mich die Notwendigkeit, Leben zu opfern stören würde - aber konnte man dabei nicht ein wenig... nun, strategisch klüger vorgehen?
Ich fixierte Reana, die sich entschuldigte, und schnaubte spöttisch. Manchmal kam mir das alles hier vor wie ein riesiger Zirkus, in den ich nicht hineingeboren war und u dem ich nicht gehörte. Ich war Teil einer anderen Welt, einer besseren Welt, und ich hatte es nicht verdient, in einem Zelt am Ende der Welt zu sitzen! Zumindest aber war ich der Dompteur dieser traurigen Gestalten, und irgendwie... waren meine Ansprüche mittlerweile niedrig genug, um es gar ein Stück weit zu mögen. Irgendwie.
"Nun, ich hofe, du weißt, dass du dir so etwas nicht mehr erlauben solltest", bemerkte ich, wie nebenbei, und sah nun wieder fort von der vor mir knieenden Reana. Nein, ich hatte nicht einmal genug Energie, um mir irgendeine Strafe auszudenken, und dazu wusste ich - anders als viele der anderen Ichani - dass Strafen nicht mehr das beste waren. Ich legte keinen Wert auf die Zuneigung meiner Sklaven, dafür aber sehr großen darauf, dass sie rentabel blieben.
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BeitragThema: Re: Die Gilde der Magier   Fr Sep 21, 2012 8:10 pm

Avarya

Die beiden Wachposten musterten mich. Ich lächelte leicht. Ja, das war ich schon gewohnt. Solange die Blicke nicht so begierig wurden, dass sie mich an Dakova erinnerten, konnte ich sie ignorieren. Ich musterte die beiden meinerseits. Eigentlich sahen sie in etwa aus wie typische Kyralier. Hochgewachsen und helle Haut. Mit einer flüchtigen Bewegung meiner rechten Hand strich ich mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht, die beiden Ringe funkelten im Sonnenlicht. Eigentlich hasste ich es ja, meinen Reichtum so zur Schau stellen zu müssen, aber es war in der sachakanischen Gesellschaft unerlässlich.
"Ich möchte zum Hohen Lord" antwortete ich auf die Frage. Im Innenhof der Gilde bemerkte ich einen Magier in schwarzen Roben. Akkarin ... Bei seinem Anblick, auch, wenn ich ihn nicht richtig erkennen konnte, begann mein Herz schneller zu schlagen. Dennoch schalt ich mich eine Närrin. Wir hatten uns siebzehn Jahre lang nicht gesehen, er hatte mich für tot gehalten. Vermutlich sollte ich mir jedwede Hoffnung auf ein wir aus dem Kopf schlagen. Bestimmt hatte er eine andere Frau gefunden, die er liebte.

Reana

Ich spürte Starias Blick auf mir, hörte das Schnauben, das auf meine Worte folgte. Hatte ich jetzt schon wieder etwas falsch gemacht? Hoffentlich nicht. Der heutige Tag begann ja wirklich großartig. Eigentlich konnte es nur noch besser werden. Noch immer hatte ich den Kopf gesenkt und wartete darauf, was als nächstes geschehen würde. Bei den Worten meines Meisters blinzelte ich überrascht. Das klang nicht so, als würde die eigentlich erwartete Strafe noch folgen. Ich verspürte Erleichterung. Hoffentlich freute ich mich nicht zu früh.
„Natürlich“ erwiderte ich gehorsam. „Ich werde mich bemühen, dass es nicht wieder vorkommt“ Mehr konnte ich nicht versprechen, konnte ich doch nicht ausschließen, dass es mir nicht wieder passieren würde. Auch wenn ich damit vermutlich wieder sein Missfallen erregen würde.

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BeitragThema: Re: Die Gilde der Magier   Sa Sep 22, 2012 8:14 pm

Kyron drehte sich leicht zum Tor und erblickte in einiger Entfernung einen Magier in schwarzer Robe, die ihn eindeutig als hohen Lord auswies auf dem Weg stehen. So weit man auf die Entfernung sehen konnte, sah er gerade in ihre Richtung, als beobachtete er das Geschehen und vor allem die neu angekommene Frau.
Verdenken konnte er es ihm nicht, sie war wirklich eine etwas auffällige Gestalt für Kyralia und auch wenn sie nicht seinem Geschmack entsprach, war es doch nicht von der Handzuweisen, dass sie keine schlechtaussehende Erscheinung war und selbst der arroganteste Magier, war im Grund genommen nichts anderes als ein Mann.
Ein Lächeln lag nun auf seinen Lippen, als sein Blick wieder zu ihr wanderte „Ihr habt schienbar Glück“.
„ Frag den hohen Lord, ob er bereit ist Besuch zu empfangen“ fuhr er fort, ohne den anderen Gardisten anzusehen, der sofort nickte und durch das Tor verschwand. Eiligen Schrittes hetzte er zu Akkarin, sodass er trotz der kurzen Distanz bei seiner Ankunft etwas schneller atmete. Schnell verbeugte er sich, wenn auch etwas ungeschickt.
„Hoher Lord, eine Frau am Tor möchte euch sehen. Sollen wir sie herein lassen?“fragte er nachdem er einmal hastig eingeatmet hatte.


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BeitragThema: Re: Die Gilde der Magier   Sa Sep 22, 2012 9:42 pm

Varondil saß an einem großem Holztisch, im Quartier der Magier. Neben ihn ein Stapel Bücher, welche hauptsächlich um Heilkunde und Krankheiten handelten.
Er strich das Pergament glatt, welches vor ihm lag und tastet nach der Feder. Über das Buch vor ihm gebeugt, begann er Notizen zu machen.
Es fiel ihm schwer, konzentriert zu arbeiten, da er die gestrige Nacht sehr lange im "Hüttenviertel" verbracht hatte. Er war furchtbar müde, doch niemand durfte merken, das er weg gewesen war.
Er fuhr sich durch seine roten Haare. Gestern wurde ein neues Kind geboren. Es ist zu klein und die Wahrscheinlichkeit das es überlebt ist so gering. Die Mutter bekam zu wenig essen, sie würde keine Muttermilch geben können. Varondil ging das Register durch.
Irgendwo musste doch etwas zu alternativen Nahrung für Neugeborene stehen.
Die Mutter brauchte Essen, doch das Varondil sei dabei in Gefahr bringen könnte, stand leider nicht außer Frage. Wenn einer der Männer bemerkt, das sie genug essen bekam, dann würde man sie ihr mit Sicherheit irgendetwas antun.
Varondil schloss das Buch und nahm sich das nächste. Irgendwo musste doch etwas zu finden sein.
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BeitragThema: Re: Die Gilde der Magier   Sa Sep 22, 2012 10:28 pm

Velia von Arrean

Ich verließ mein Zimmer in den Novizenquartieren. Meine benötigten Sachen für den Unterricht an der Universität trug ich bereits in einer Tasche mit mir. Auch wenn der Unterricht erst in einer Stunde beginnen würde, ich konnte ja nicht abschätzen, wie lange der Besuch bei meinem Cousin, Lord Valondir, dauern würde. Valondir war sieben Jahre älter als ich und Heiler. Auch ich wollte später nach meinem Abschluss zu den grünen Roben greifen. Mit schnellen Schritten stieß ich die Tür des Gebäudes auf und trat heraus. Die Sonne schien und es sah so aus, als würde es ein schöner Tag werden. Ich schmunzelte leicht, als ich daran dachte, dass zum Zeitpunkt des Eintrittes in der Gilde alle familiären Verpflichtungen gelöst werden sollten. Nun ja ... so viele hielten sich nicht daran. Nach Überqueren des Hofes öffnete ich die Tür zu den Magierquartieren und ging zum Quartier meines Cousins. Ich klopfte.

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BeitragThema: Re: Die Gilde der Magier   Sa Sep 22, 2012 11:25 pm

Staria

Ich nickte nur kurz, nachlässig. Das sollte man auch besser hoffen - denn dass ich einmal vergab, war bereits ungewöhnlich, ein zweites Mal würde es nicht geben. Und Reana wusste das - etwas, das sie zu einer wirklich wertvollen Sklavin machte. Mich damit auseinanderzusetzen - dazu hatte ich jetzt aber keine Energie. Ich war müde - und zwar nicht allein wegen der durchwachten Nacht, sondern vor allem, weil mir die Ignoranz meiner Verbündeten auf die Nerven schlug. Davon allerdings verstand Reana wohl nichts, und so schloss ich nur kurz die Augen, um mich erneut zu sammeln. Ich brauchte Schlaf. Dringend, sogar.
"Sorg dafür, dass ich nicht gestört werde", befahl ich, indem ich mich leicht zurücklehnte und eine Handbewegung zur Tür hin machte.
"Geh schon", erklärte ich, und fügte - unnützerweise! - hinzu: "Und sieh zu, dass du es dieses Mal richtig machst, Reana"

Akkarin

Die Frau am Tor sprach offenbar mit den wächtern, und als einer von beiden in meine Richtung schaute, war mir klar, dass ich der Konfrontation nicht länger entgehen konnte. Langsam atmete ich aus, wie, um mich zu sammeln, und straffte mich, als einer der beiden Torwächter auf mich zu kam. Er war außer Atem, und ich nickte kühl, während er - ziemlich hastig - zu sprechen begann.
"Wer ist sie?", fragte ich, und mit einiger Mühe gelang es mir, meine Stimme belanglos-gelangweilt klingen zu lassen. Und autoritär, aber um diesen Unterton musste ich mich seit Jahren nicht mehr bemühen.
"Macht Euch nicht die Mühe", winkte ich ab, als der Gardist sich umsah und beinahe wieder losgetürmt wäre: "Ich war ohnehin auf dem Weg zum Tor. Ihr solltet also wieder Eurer Aufgabe nachkommen", bemerkte ich, mit einem kleinen Schuss sanften Tadels, ehe ich, bemüht gemessen und ruhig, auf die Tore zuschritt.
Während ich näher kam, traten die Gesichtszüge jener Frau deutlicher hervor, und als ich für einen kurzen Moment zurückdachte an das was gewesen war, sog ich überrascht Luft ein. Sie sah ganz genauso aus, wie es Avarya getan hätte, würde sie noch leben, und obwohl ich mich darum bemühte, die Fassung zu bewahren, waren all die alten Erinnerungen, die ich so lange verdrängt hatte, mit einem Schlag wieder da. Alles. Ihr Gesicht, als sie mich ansah, die Wunden, die sie nicht verdient hatte, ihr Flehen dann, an jenem letzten Tag, zu gehen, sie zurückzulassen. Und ich hatte es getan.
Erst, als ich vor ihr stand, überlegte ich, wasich sagen sollte. Ich entschied mich - in Anbetracht der offensichtlichen Anwesenheit zweier gewiss neugieriger Gardisten - für ein professionelles, distanziertes Auftreten: "Ihr wünscht, mich zu sehen?", fragte ich, indem ich eine Augenbraue hob.
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BeitragThema: Re: Die Gilde der Magier   Sa Sep 22, 2012 11:31 pm

Varondil zuckte zusammen, als ein klopfen zu hören war. Er war so vertieft in seinen Recherchen gewesen, das er nicht mit besuch gerechnet hatte.
Es konnte nur seine Cousine sein.
Er schloss das Buch und schob seine Notizen beiseite:" Du kannst herein kommen" rief er und packte die restlich herumliegenden Pergamente zusammen.
Aus Höflichkeit, öffnete er seiner Cousine die Tür. "Hallo" begrüßte er sie mit einem lächeln. Sie war eine der wenigen Personen, bei denen er sich wohlfühlte.
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BeitragThema: Re: Die Gilde der Magier   So Sep 23, 2012 12:54 pm

Reana

Es war mehr als nur ungewöhnlich, dass der Meister mich nicht bestrafte. Eigentlich vergab er nie. Doch ich würde mich ganz sicher nicht darüber beschweren. Dann befahl er mir, dafür zu sorgen, dass man ihn in Ruhe ließ.
„Jawohl, Meister“ murmelte ich, sprang auf die Erlaubnis, dass ich gehen könne, auf und verließ das Zelt. Oh ja, ich würde ihm heute ganz sicher nicht noch einen Grund liefern, mich bestrafen zu können. Denn dann wäre er sicherlich nicht mehr so nachsichtig. Draußen gab ich den Befehl an die anderen Sklaven weiter. Ich unterdrückte ein Gähnen, fuhr mir jedoch müde mit der Hand über die Augen.

Avarya

Ich beobachtete, wie der andere Gardist in der Ferne mit Akkarin sprach. Nachdem er einige Worte mit ihm gewechselt hatte, kamen die beiden auf uns zu. Ich hatte ihn bis jetzt nur ein einziges Mal in Roben gesehen. Am Anfang, als er auf Dakova traf, bevor dieser ihn besiegte und versklavte. Natürlich hatte er damals die rote Robe eines Kriegers getragen und nicht die schwarze des Hohen Lords. Diese Ironie war jedoch erheiternd. Schwarze Roben und schwarze Magie, wie die Gilde sie nannte. Mein Blick wanderte zu seinem Gesicht. Ich erkannte die so vertrauten Gesichtszüge wieder, hörte dann, wie er offenbar überrascht die Luft einsog.
Leicht kniff ich die Augen zusammen, als ich mich wieder an so viele Erlebnisse erinnerte, Szenen, Momente, Stunden, die wir gemeinsam verbracht hatten. Unabhängig von all dem Grauen, das wir erlebt hatten. Und ich erinnerte mich natürlich auch daran, als ich ihn damals gebeten hatte, mich zurückzulassen. Ich hätte es mir nie verzeihen können, wenn Kariko uns gefunden hätte, nur, wegen meiner Verletzung. Dann stand er vor mir und ich hielt automatisch die Luft an, während mein Herz noch immer schnell in meiner Brust schlug. Ich vermied es, ihm in die Augen zu sehen.
„Ja, das ist Korrekt. Die Informationen, die ich besitze, dürften für Euch von aller größter Wichtigkeit sein“ erwiderte ich distanziert. Ich wusste nicht, was in den vergangen siebzehn Jahren geschehen war, also hielt ich eine gewisse Distanz für angebracht. „Doch ich denke es wäre von Vorteil, dies nicht in der Öffentlichkeit zu besprechen“ fügte ich mit Blick auf die beiden Gardisten hinzu. Neugierige Ohren wären fatal.

Velia von Arrean

Ich lächelte leicht, als ich die Stimme meines Cousins von drinnen vernahm, der mich hereinbat. Als ich dann auch schon die Tür öffnen wollte kam er mir jedoch zuvor. Noch immer lächelnd verneigte ich mich, wie es sich gehörte. Cousin hin oder her, er war immer noch ein Magier und ich eine Novizin. Die Etikette musste immerhin gewahrt werden.
„Guten Morgen, Lord Valondir“ begrüßte ich ihn.

(Heißt er jetzt Valondir, wie im Stecki, oder Varondil?)

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BeitragThema: Re: Die Gilde der Magier   So Sep 23, 2012 1:18 pm

Akkarin

Die Frau wich meinem Blick aus, und einmal mehr fragte ich mich, wer sie war. Nur ein weiterer Trick, um mich zum Versagen zu bewegen, um den Ichani den Weg zu ebnen? Dann allerdings hätte sich ihre Vorgehensweise drastisch verändert, und dass die Ausgestossenen klüger wurden - das glaubte ich im Grunde nicht. Aber wer war sie dann? Und - wichtiger noch - was wollt sie von mir? Ein gewisses Maß an Vorsicht war sicher angebracht, und als sie vorschlug, sich allein mit mir zu unterhalten, war es an mir, meinen Blick von ihr zu lösen. Aber sie hatte natürlich Recht, und ich nickte knapp.
"Schickt Boten zum Hof und zu den Häusern, die ich heute besuchen wollte", wandte ich mich an die Gardisten, deren Namen mir wohl in der Verwirrung des Augenblicks entfallen waren, und fügte hinzu: "Richtet ihnen aus, es gäbe eie Sache, um die sich der Hohe Lord der Gilde unverzüglich kümmern müsse", ich nickte. Gerade der kyralische Hof mit dem König würde kaum erfreut sein, aber er kannte mich und wusste, dass ich ihn nur wegen einer wahrlich wichtigen Sache versetzt hätte.
"Und Ihr", nun sah ich die Unbekannte wieder direkt an: "Ihr begleitet mich in diesem Fall wohl besser", ich wies in die Richtung, aus der ich gekomen war und wartete, dass auch sie durch das Tor trat, um mir zu folgen.
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BeitragThema: Re: Die Gilde der Magier   So Sep 23, 2012 3:59 pm

Avarya

Meine Miene wurde ernst, während ich beobachtete, wie Akkarin den beiden Gardisten Anweisungen gab, die wohl seine heutigen Verabredungen absagen sollten. Vermutlich warf ich gerade seine ganze Tagesplanung durcheinander, aber das musste dann eben sein. Es sei denn natürlich, er wollte, dass Kariko irgendwann ohne Vorwarnung vor Imardins Toren stand und dann wirklich sein Ziel erreichte: Die Herrschaft über Kyralia und Rache für den Tod seines Bruders. Akkarins Blick wanderte wieder zu mir, er meinte, es wäre besser, wenn ich ihn begleiten würde.
"Mit Vergnügen" erwiderte ich, trat dann durch das Tor und wartete darauf, dass er losging.

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BeitragThema: Re: Die Gilde der Magier   So Sep 23, 2012 9:39 pm

Akkarin

Ohne mich noch einmal umzusehen, machte ich mich auf den Weg. Die Gedanken in meinem Kopf rasten - was sollte ich tun, was war richtig? Wenn sie gefährlich war, dann war ich unvorbereitet - und führte sie direkt in das Herz der Gilde. Aber was blieb mir übrig? Denn ich musste wissen, wer sie war und was sie wollte, und jede andere Möglichkeit hätte das Misstrauen der beiden Torwächter geweckt.
Erst, als mein Haus zwischen den Bäumen auftauchte, dachte ich an Takan. Wenn diese Frau gekommen war, um mich zu töten, dann musste ich verhindern, dass mein Diener in Gefahr geriet. Und mein Wissen durfte nicht mit mir sterben, denn obwohl die Gilde im Falle meines Todes kaum noch eine Chance hatte, wollte ich sie nicht völlig arglos zurücklassen.
Takan!, wandte ich mich an ihn: Bitte, du musst meine Räume verlassen. - mehr Erklärungen konnte und wollte ich ihm nicht geben, und der stumme Widerstand, den ich zunächst wahrnahm, verschwand langsam.
Was hätte ich ihm auch sagen sollen, wo ich doch selbst nichts wusste? Alles, was ich wusste, war, dass diese Frau Avarya so unendlich ähnlich sah, dass mein Herz zu brechen schien, wenn ich sie nur ansah. Selbst ihre Bewegungen waren die Avaryas, und wer sie auch war - ich wusste, dass sie mir unglaublich gefährlich werden konnte.
Als ich vor meiner Tür angekommen war, ließ ich sie mit einem kurzen Befehl aufschwingen und wies in den Innenraum, ohne die Frau anzusehen.
"Wein?", fragte ich, nachdem ich selbst eingetreten war, und es gelang mir tatsächlich, meine Stimme völlig gleichgültig, allenfalls mäßig interessiert klingen zu lassen.
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BeitragThema: Re: Die Gilde der Magier   So Sep 23, 2012 10:13 pm

Avarya

Als Akkarin sich auf den Weg machte, folgte ich ihm ohne zu zögern. Meine Stiefel verursachten leise Geräusche auf dem Boden, doch ich achtete nicht darauf. In Gedanken war ich bei Akkarin. Alles drehte sich momentan nur um ihn. Gut, fast alles. Aber die Gedanken an den bevorstehenden Angriff drängte ich beiseite. Bezüglich Akkarins war ich mir so unsicher. Klar, ich kannte ihn oder ich hatte ihn zumindest damals gekannt. Aber es waren siebzehn Jahre vergangen und in dieser Zeit konnte sich ein Mensch sehr viel verändern. Ich war ja der lebende Beweis dafür.
Ich war von der Sklavin zur Ashaki geworden und das hatte ich meinen Charakter beeinflusst. Auch wenn ich noch immer einige Verhaltensweisen von damals nicht abgelegt hatte, ich bezweifelte, dass ich das jemals konnte, so hatte ich dennoch früher unter anderem nicht so viel Selbstbewusstsein besessen wie heute. Ich konnte nur noch nicht sagen, inwiefern er sich geändert hatte. Nun zumindest konnte ich die äußere Erscheinung und seine Ausstrahlung beurteilen. War er schon immer so autoritär erschienen? Ich glaubte nicht.
Zwischen den Bäumen tauchte ein Haus auf, auf das Akkarin zielstrebig zuging. So wohnte also der Hohe Lord der Magiergilde von Kyralia. Die Tür sprang auf, als wir uns ihr näherten, zweifellos geöffnet durch Magie. Dann deutete er auf die Öffnung, sah mich jedoch dabei nicht an. Ich tat ihm den Gefallen und ging voraus.
"Gerne" erwiderte ich auf die Frage nach dem Wein und sah mich derweil um.

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BeitragThema: Re: Die Gilde der Magier   So Sep 23, 2012 10:23 pm

Akkarin

ich nickte knapp und sah mich nach der Karaffe um, die Takan gewiss gefüllt hatte, bevor er gegangen war. So kannte ich ihn - und ich behielt Recht. Als ich danach griff, um zwei Gläser zu füllen, bemerkte ich, wie unruhig meine Hände waren. Für gewöhnlich hatte ich nicht mit Nervosität zu kämpfen, aber das Auftauchen dieser Frau hatte die wohlgeordnete Welt, die ich seit Jahren aufbaute, ins Wanken gebracht. Einmal mehr wurde mir klar, dass ich die Trauer um Avarya nie überwunden oder auch nur verkraftet hatte, denn ihr Verlust schmerzte noch ganz genauso wie am ersten Tag. Arbeit und Pflichten hatten mich abgelenkt, aber nun saß hier diese Unbekannte, die ihr wie aus dem Gesicht gschnitten war, und ich war völlig neben der Spur.
Das aber ließ ich mir kaum anmerken, als ich ihr das nunmehr volle Glas reichte und mich selbst in einen der übrigen Sessel sinken ließ, mein eigenes Glas in der Hand.
"Nun?", fragte ich, und sah sie an: "Wer seid Ihr, und bitte - verschont mich mit erfundenen Geschichten", meine Stimme klang kühl, aber jemand, der mich gut kannte, musste den Schmerz aus ihr heraushören - Avarya jedenfalls hätte es gekonnt, da war ich sicher.
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BeitragThema: Re: Die Gilde der Magier   So Sep 23, 2012 10:52 pm

Avarya

Ich sah Akkarin zu, wie er nach der Karaffe mit dem Wein griff, beobachtete ihn genau. Bildete ich es mir nur ein oder zitterten seine Hände leicht? Nun ja ... wahrscheinlich wusste er nicht, was er von mir halten sollte. Denn ich war ja eigentlich tot. Vermutlich hatte er sich schon damit abgefunden und nun riss mein Erscheinen hier alte Wunden auf, obwohl ich ihm ganz bestimmt keine Schmerzen zufügen wollte. Das war nun wirklich keiner von meinen Wünschen. Ich wollte mich auch eigentlich nicht in sein Leben einmischen oder gar hineindrängen, ich wollte nur, dass er lebte.
Akkarin reichte mir mein Weinglas und ließ sich in einen Sessel sinken. Ich tat es ihm gleich. Meinen Umhang hatte ich noch immer nicht abgelegt. Wozu auch? Dann fragte er mich, wer ich sei und bat mich, ihn mit erfundenen Geschichten zu verschonen. Sein Tonfall war kühl und ich knabberte automatisch auf meiner Unterlippe herum. Wie immer, wenn mich etwas beschäftigte. Ich hatte diese Angewohnheit nie ganz ablegen können.
"Ich habe nicht vor, Euch mit irgendwelchen erfundenen Geschichten zu belästigen" erwiderte ich erst, um dann seine eigentliche Frage zu beantworten. "Mein Name ist Ashaki Avarya"

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BeitragThema: Re: Die Gilde der Magier   So Sep 23, 2012 11:02 pm

Akkarin

Als auch sie sich setzte, nippte ich an ihrem Wein und beobachtete jede ihrer Bewegungen. Sie knabberte an ihrer Unterlippe, und mit einem schmerzhaften Stich fühlte ich mich an so viele Bilder erinnert, denn genau diese Angewohnheit hatte auch Avarya gehabt. Immer schon, oder zumindest, so lange ich sie kannte.
als sie dann antwortete, spürte ich, wie mir das Blut aus dem Gesicht wich. Nein. Das war unmöglich. Sie musste lügen, aber mir fiel beim besten Willen nicht ein, wieso sie das tun sollte, wer auch immer sie war. Denn wenn si geschickt war von den Ichani, dann hatte sie mich bereits, wo sie mich brauchte, allein nämlich. Wollte sie mich verletzen, mich treffen? ich verstand es nicht, ich verstand gar nichts. alles, was ich wusste war, dass diese Frau nicht die sein konnte, für die sie sich ausgab, so sehr ich es mir auch wünschen mochte. Denn die Frau, die ich einst geliebt hatte und noch liebte, mit jeder Faser meines Seins, gab es nicht mehr. Sie war gestorben, gestorben, weil ich gegangen war, und das war furchtbar. Aber es war vorbei, wenn auch nicht vergessen.
"Nein, das seid Ihr nicht", entgegnete ich, und nun konnte wohl auch jeder, der mich nicht kannte, den eiskalt splitternden Schmerz hören, der meine Stimme brechen ließ, als ich fortfuhr: "Das könnt Ihr unmöglich sein"
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BeitragThema: Re: Die Gilde der Magier   So Sep 23, 2012 11:18 pm

Avarya

Nach meiner Antwort wurde er im Gesicht kalkweiß. Irgendetwas in mir zog sich schmerzhaft zusammen. Ich hatte ihm wirklich nicht wehtun wollen, niemals. Damals nicht und auch heute nicht. Ich senkte leicht den Kopf. Wäre ich doch bloß Jahre früher hergekommen, aber ... irgendwie hatte ich nie die Gelegenheit dazu gefunden. Dennoch schalt ich mich eine Närrin. ich hätte ihn wenigstens wissen lassen müssen, dass ich noch am Leben war, auch wenn eine weite Entfernung zwischen uns lag. Warum hatte ich das nie getan? Nur deswegen, weil ich Angst hatte, dass Kariko den Boten abfing und damit herausfand, wo ich war? Ich wusste es nicht.
Aus Akkarins Worten konnte man nun deutlich den Schmerz hören. Ich musste ihn nicht kennen, um es zu bemerken. Ich sah wieder auf, blickte ihm dieses Mal in die Augen, die ich so liebte, die mich mit so vielen Erinnerungen verbanden.
"Doch ich bin es. Oder habt Ihr gesehen, wie die Person, die ich bin oder für die ich mich, Eurer Meinung nach, ausgebe, starb?" fragte ich. Mein Tonfall war sanft und ich wollte einfach nur, dass er mir glaubte.

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BeitragThema: Re: Die Gilde der Magier   So Sep 23, 2012 11:41 pm

Akkarin

Als sie aufsah, trafen sich unsere Blicke zum ersten Mal, und ich erkannte so vieles von dem, das ich verloren hatte, in diesen Augen. Sie waren nicht fremd, nein, sie waren mir bekannt. Es waren Avaryas Augen, ihre Augen, ein wenig älter, ein wenig selbstbewusster, aber ihre Augen. Ihre Augen in ihrem Gesicht, und doch war es unmöglich, dass sie es war. Sie war tot! Gestorben, und es gab nunmal keine Rückkehr, niemals. Sie war tot, und damit musste ich leben seit siebzehn Jahren leben. Sie war tot, und mit der ganzen Wucht traf mich diese Erkenntnis ein weiteres Mal. Sie war tot, und ich konnte sie nie wieder in den Armen halten.
"Nicht einmal das konnte ich", flüsterte ich, antwortete ich, und fuhr fort, mehr zu mir selbst als zu ihr: "Sie ist tot und ich konnte nicht einmal bei ihr sein"
Dann faste ich mich wieder - so weit das überhaupt möglich war - und hob den Kopf, um sie anzusehen: "Aber das wisst Ihr sehr gut, nicht wahr? Und es kommt Euch entgegen. Also sagt mit, was Ihr wollt, und dann kann ich vielleicht endlich anfangen, zu vergessen", ich schüttelte den Kopf und stand abrupt auf, denn still zu sitzen kostete mich unendlich viel Kraft, Kraft, die ich sicher noch benötigen würde, irgendwann.
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BeitragThema: Re: Die Gilde der Magier   Mo Sep 24, 2012 12:16 am

Avarya

Ich konnten den Blick nicht abwenden. Akkarins Augen hatten schon immer eine faszinierende Anziehungskraft auf mich ausgeübt. So oft hatte ich damals alles vergessen, selbst die Zeit, wenn ich ihm in die Augen geblickt hatte. Nach all dem Schrecklichen, das ich erlebt hatte, war er Balsam für mich und meine Seele gewesen. Natürlich, er war älter geworden, doch sonst sah er immer noch genau so aus, wie vor siebzehn Jahren. Ich ging nicht auf seine Worte ein, auch wenn es schmerzte zu wissen, dass er sich wegen mir Vorwürfe machte. Ich war dem ganzen Gerede momentan so überdrüssig. Es war Zeit zum Punkt zu kommen.
"Wie kann ich Euch beweisen, dass ich die Wahrheit sage? Dass ich Avarya bin?" fragte ich leise, die Distanziertheit war gänzlich aus meinem Tonfall verschwunden. "Ich will, dass Ihr wisst, dass Kariko in den nächsten Wochen einen Angriff auf Kyralia beginnen wird. Es ist ihm endlich gelungen, Teile der Ichani zu vereinen"

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