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 Die Gilde der Magier

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Regenwolke



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BeitragThema: Re: Die Gilde der Magier   Mo Sep 24, 2012 9:58 am

Akkarin

Beweisen? Ich schüttelte den Kopf: "Das könnt Ihr nicht, denn ich würde es nicht glauben", entgegnete ich, und nun war mein Tonfall bitter. Selbst wenn es - und schon das war Unsinn - irgendeine Möglichkeit gegeben hätte, ihre Identität zu beweisen, so wusste ich doch, dass sich alles in mir dagegen sträuben würde, dass es mir unmöglich sein würde, ihr zu vertrauen. Das war nicht ihre Schuld, aber die meine war es ebensowenig. Ich war ein Opfer der Umstände, genau wie es Avarya geworden war, und wenn diese Frau tatsächlich keine bösen Absichten hegte, dann war vielleicht auch sie eines.
Als sie dann fortfuhr, drehte ich mich erschreckt um und blieb stehen: "Was?", fragte ich, obwohl ich sehr genau verstanden hatte, was sie mir hatte sagen wollen: "Wie? Wie ist ihm das gelungen? Ich habe...", aber der Rest des Satzes blieb ungesagt. Ich hatte keinen Fehler gemacht, ich hatte getan, was seit Jahren funktionierte, und dennoch...? Ich war nicht in der Lage, zu begreifen. Sollte meine Mühe umsonst gewesen sein? Sollte die Gilde sterben? Was geschah hier und wieso hatte ich es nicht verhindert?!
Ich setzte mich wieder, jäh von aller Kraft verlassen, und ich sah die Fremde an: "Erzählt mir, was Ihr wisst", bat ich sie.
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Twesi
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BeitragThema: Re: Die Gilde der Magier   Mo Sep 24, 2012 4:23 pm

Avarya

Meine Augen verengten sich, als Akkarin den Kopf schüttelte und bei seinen Worten ballte ich wütend meine rechte Hand zur Faust. Das konnte doch nicht wahr sein! Was sollte ich denn noch tun, damit er mir verdammt noch mal glaubte? Vor ihm auf die Knie fallen und ihn anflehen? Das würde wohl ebenso wenig nützen und außerdem stand mir da schon mein Stolz im Weg. Ich hatte mir schließlich geschworen, mich vor niemandem mehr zu erniedrigen. Trotzdem ... ich verstand sein Verhalten einfach nicht. Warum wollte er mir nicht glauben? Dieser Mann machte mich heute noch wahnsinnig!
Nach meinen Worten bezüglich der Ichani drehte Akkarin sich erschrocken um, fragte, was ich gesagt habe, auch wenn es mir vorkam, als würde er eher mit sich selbst reden. Also wartete ich, bis er irgendwann mal in seinen Sessel fiel, mich ansah und mich dann bat, zu erzählen, was ich wisse.
"Nicht viel" erwiderte ich, es kostete mich Mühe die Wut aus meiner Stimme zu verbannen und es gelang mir leider auch nicht komplett. "Mir wurde nur berichtet, dass Kariko etwa zehn Ichani für seine Sache gewonnen hat und, dass er im Laufe der nächsten Wochen angreifen wird"

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BeitragThema: Re: Die Gilde der Magier   Mo Sep 24, 2012 4:47 pm

Akkarin

Sie wirkte nun wütend, und auch das erinnerte mich so sehr an die Frau, die ich geliebt hatte, damals, dass es schmerzte. Aber was genau erwartete sie denn von mir? Wie konnte sie - sie, die vorgab, mich zu kennen! - glauben, dass ich so einfach die letzten siebzehn Jahre vergaß? Andererseits hätte Avarya wohl nichts anderes getan, und ich konnte nicht verhindern, dass leise Hoffnung in mir aufzusteigen drohte. Das ganze war auf einmal wieder erschreckend real, und als ich mein Gegenüber das nächste Mal ansah, war es wie eine Reise in eine Gegenwart, die es für Avarya und mich nie gegeben hatte. Aber das hier war nicht Avarya, erinnerte ich mich. Das hier war irgendeine Frau, die mich vor einer schrecklichen Gefahr warnte, auf die ich mich besser zu konzentrieren hatte.
Die Ichani, ermahnte ich mich, die Ichani und ihr bevorstehender Angriff, das war wichtig.
"Zehn? Die Höheren Magier werden mich auslachen, wenn ich ihnen von der Gefahr durch zehn Magier erzähle", bemerkte ich, mit einem Hauch Sarkasmus' in der Stimme. Ganz abgesehen von der tatsache, dass ich ihnen ohnehin nichts davon sagen konnte.
Ich schloss die Augen, konnte aber dem Blick aus ihren Augen nicht einmal auf diese Weise entfliehen. wütend schienen sie mich anzusehen. Ich konzentrierte mich, denn alles in mir wollte sie schütteln und sie anschreien, bis sie mir wirklich und ehrlich sagte, wer sie war. Doch das war kaum eine diplomatische Lösung.
"Wer seid Ihr?", brachte ich schließlich mit äußerster Mühe ruhig hervor: "Wer?"
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Twesi
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BeitragThema: Re: Die Gilde der Magier   Mo Sep 24, 2012 5:09 pm

Avarya

Ich presste missbilligend die Lippen zusammen. Eigentlich sollte er es besser wissen, aber er wirkte im Moment eher so, als wäre er nicht er selbst, als stünde er komplett neben sich, was vermutlich auch der Fall war, aber ... Er hatte sich verändert und ich kannte ihn einfach nicht mehr so gut wie früher. Außerdem beeinträchtigte meine Wut ein klein wenig mein Denkvermögen und zwar vor allem den rationalen Teil meines Gehirns. Den Sarkasmus konnte er sich im Moment wirklich sparen.
"Dann solltet Ihr ihnen wohl klar machen, dass zehn Ichani Eure ganze schwache Gilde vernichten können. Schließlich wisst Ihr ebenso gut wie ich, wie stark ein Magier werden kann, wenn er höhere Magie beherrscht" erwiderte ich, beobachtete, wie Akkarin die Augen schloss.
"Ich habe Euch bereits gesagt, wer ich bin und hege nicht die Absicht, mich zu wiederholen" erklärte ich. Ich war eben gerade wütend und außerdem konnte ich einen ganz schön sturen Kopf haben.

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BeitragThema: Re: Die Gilde der Magier   Mo Sep 24, 2012 5:20 pm

Akkarin

Ich schnaubte: "Oh, ja, großartig. Habt Ihr auch konstruktive Vorschläge?", ich funkelte sie an. Mir war klar, dass ich die Atmosphäre unnötig strapazierte, aber all diese Dinge stürmten so plötzlich auf mich ein, und ich konnte nicht gegen alles zugleich kämpfen. Nicht gegen Wut und Schmerz, nicht gegen Hoffnung und Resignation. Das war zu viel, selbst für mich, der ich mich immer für stark gehalten hatte. Aber war Avarya nicht immer mein wunder Punkt gewesen, gerade weil ich sie so sehr liebte, gerade weil sie mir mehr bedeutete als sonst jemand?
"Richtig, das habt Ihr. Es war nur nicht die Wahrheit", ich stand nun auf, und auch meine Stimme wurde mit jedem Wort aufgebrachter, obgleich ich verhindern konnte, dass ich zu schreien begann. Dennoch klang ich zornig, und als ich vor ihr stand, sah ich sie nur noch stumm an, zu wütend, um noch etwas zu sagen. Stattdessen wurde mir klar, wie kindisch wir und beide benahmen. Aber ich war nun wirklich wütend, und obwohl mir klar war dass ich gerade wohl in mein Verderben rannte, konnte ich nicht mehr stoppen.
"Beweist es mir", zischte ich - und das, obwohl ich gerade noch behauptet hatte, genau das sei unmöglich. Aber vielleicht wollte ich nur glauben, dass es möglich war, vielleicht war das mein einziger Anspruch?
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Fyurama

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BeitragThema: Re: Die Gilde der Magier   Mo Sep 24, 2012 6:18 pm

Varondil nickte, denn er schätzte ihre Geste. Zwar war es für ihn ungewohnt, da er immer noch in ihr das kleine Mädchen sah, mit dem er früher zusammen gespielt hatte, aber sie respektierte die Regeln der Magier, und wenn sie das tat, tat er es auch.
Er schloss die Tür hinter ihr, denn er hasste es wenn sie offen stand.
"Wie geht es dir?" fragte er sie, einerseits aus Höflichkeit, andererseits weil es ihn wirklich interessierte.
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BeitragThema: Re: Die Gilde der Magier   Mo Sep 24, 2012 7:41 pm

Avarya

Oh, jetzt war er auch wütend oder zumindest erzürnt. Seine grauen Augen funkelten zornig. Hatte ich ihn jemals wütend erlebt? Resigniert, ja. Unzufrieden auch. Aber wirklich richtig wütend? Ich konnte mich nicht daran erinnern.
"Spätestens beim Angriff der Ichani werdet Ihr es ihnen sagen müssen" erwiderte ich nur. Wir waren beide so geladen, dass der eine dem anderen vermutlich am Liebsten an die Kehle gesprungen wäre. Ich zumindest würde das sehr gerne tun. Oder ihn zumindest packen und kräftig durchschütteln. Vielleicht kam er dann wieder zur Vernunft. Dann behauptete Akkarin schon wieder, ich würde lügen. Wie oft denn noch?
"Ich sage die Wahrheit, was ich Euch nun schon oft genug mitgeteilt habe" Akkarin stand auf und es sah so aus, als würde er noch wütender werden. Ich sehnte mich nach unserer sonst so harmonischen Beziehung. Wir benahmen uns gerade wie störrische Kinder, nicht wie eigentlich reife Erwachsene. Dann zischte er mich an, ich solle es beweisen.
"Laut Eurer Aussage kann ich es doch gar nicht beweisen" sagte ich spöttisch. Ja, ich konnte es mir gerade nicht verkneifen. Die Einzige Möglichkeit, wie Akkarin mir wohl glauben würde, wäre, ihm zu erlauben, meine Gedanken zu lesen. Doch war ich dafür wirklich bereit? Nach Dakova? Und was war mit den Geheimnissen, die ich hütete? Natürlich, ich hatte meine Methoden, wie ich meine Gedanken verbergen konnte, doch eigentlich wollte ich es nicht bei ihm anwenden. Was sollte ich tun? "Was für einen Beweis wollt Ihr sehen?"

Velia von Arrean

Varondil schloss die Tür hinter mir und fragte, wie es mir ging. Ich schmunzelte leicht.
"Es geht mir gut. Auch wenn das Studium natürlich sehr anspruchsvoll ist" erklärte ich. "Und wie geht es dir?" Wenn ich so darüber nachdachte, musste ich schon sagen, dass Varondil mein Lieblingscousin war. Ich hatte nichts gegen meine anderen Cousins und Cousinen, doch ihn mochte im am Liebsten. Trotz des Altersunterschieds.

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Zuletzt von Twesi am So Nov 18, 2012 9:02 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Die Gilde der Magier   Mo Sep 24, 2012 8:52 pm

Velia trat herein und begann zu erzählen. Natürlich war das Studium hart, für Varondil ebenso wie für sie, aber sie liebte die Herausforderung. Das lag wohl in der Familie, wobei Varondil lächeln musste.
"Mir ist es gut ergangen" sagte er und diesmal musste er nicht lügen, da es im vergleich zu den vorherigen Tagen, wirklich gut gelaufen war. Es gab keine Todesfälle und auch sonst blieb er bei seinen nächtlichen Ausflügen unentdeckt.
"Willst du dich setzten?" fragte er "Falls dafür überhaupt Zeit ist" ergänzte er lächelnd.
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BeitragThema: Re: Die Gilde der Magier   Mo Sep 24, 2012 9:56 pm

Thalion schufftete immernoch in der Scheune ohne Pause, sein Magen knurrte und die Müdigkeit quälte ihn, da er in den letzten Tagen nicht besonders viel Schlaf gefunden hatte durch die nächtlichen „Wanderungen“ mit Varondil...aber es war für einen guten Zweck und er konnte in der Zeit bei Miriel sein, die zwar die meiste Zeit auf seinen Schultern schlief, aber immerhin war er in ihrer Nähe.
Er lehnte sich kurz gegen eine Wand und schloss die Augen um kurz zu verschnaufen....er nickte ein....kurze Zeit später schüttete der Stallmeister einen Eimer eiskaltes Wasser auf ihn und er schreckte auf, triefend von dem Wasser schaute er den Stallmeister an, der zugleich weitere Anweisungen gab und ihn ermahnte das es nicht wieder vorkommen solle, sonst hätte es Konsequenzen, eilig trabte er weiter und ging seiner Arbeit nach.

Miriel war unterdessen aufgewacht, sie saß auf ihrem Bett und starrte die Tür an, in der Hoffnung das ihr Bruder jede Sekunde reinkommen würde.
Es war ein schöner sonniger Tag und sie würde nur all zu gern raus gehen und im Wald und auf den Wiesen rumtoben, aber sie musste ihrem Bruder versprechen nicht alleine raus zu gehen, was sie normalerweise auch einhalten würde, aber ihr war so langweilig und sie überlegte ernsthaft ob sie einfach rausgehen sollte...was konnte schon passieren?...und bis zum Abend würde sie wieder zurück sein, bevor Thalion wieder da wäre.

Ikana eilte mit den anderen Sklaven aus dem Zelt, als Staria sie alle raus schickte bis auf Reana, auf die eher unsanftere Art und Weise, obwohl sie das mittler Weile schon gewohnt sein musste, das er die Sklaven....schon das Wort hallte in ihr wieder und lies es ihr eiskalt den Rücken runter laufen...so behandelte,obwohl Reana ihr sagte das er ein guter Meister wäre, nicht so wie die meisten oder alle anderen, trotzdem hegte sie einen Groll gegen ihn.
Als Reana aus dem Zelt kam und die Anweisungen des Meisters weiter gab, ging sie zu ihr und sie sah ihr die Müdigkeit an und fragte sie leise und besorgt "Was wollte er von dir?"

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BeitragThema: Re: Die Gilde der Magier   Mo Sep 24, 2012 10:23 pm

Reana

Nachdem ich aus dem Zelt getreten und des Meisters Befehl weitergegeben hatte, kam Ikana zu mir. Ikana war meine beste Freundin, auch wenn wir eigentlich von Grund auf verschieden waren. Während ich natürlich die unterwürfige Sklavin war, so war sie eher die, die sich nicht mit ihrem Schicksal abfinden konnte. Eine Tatsache, die ihren Freiraum noch mehr einschränkte, als er schon war. Außerdem kontrollierte der Meister sie auch mehr als uns andere, las jeden Abend ihre Gedanken, wenn er Stärke von ihr nahm. Doch es war besser, als die Alternative, nämlich der Tod.
"Der Meister hat mich getadelt, weil ich nicht erholt bin" antwortete ich leise auf die Frage, lächelte dann jedoch. "Trotzdem hat er mich gütigerweise nicht bestraft" Mein alter Meister hätte die Strafe nicht erlassen.

Velia von Arrean

Ja, ich liebte die Herausforderung, die das Studium mir bot, auch, wenn ich wirklich viel arbeiten musste. Außerdem machten die gelegentlichen Kabbeleien mit anderen Novizen, vor allem mit Shinda, auch wenn er mir wirklich sehr auf die Nerven ging und mich zur Weißglut brachte, das ganze wieder wett.
"Das freut mich zu hören" sagte ich, nickte dann, als Valondir mich fragte, ob ich mich setzen wolle. "Etwas Zeit habe ich noch." Ich ließ mich in einen der Sessel sinken, stellte die Tasche neben mich. "Ich habe übrigens Post von zu Hause bekommen"

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Zuletzt von Twesi am So Nov 18, 2012 9:04 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Die Gilde der Magier   Mo Sep 24, 2012 10:35 pm

Varondil verkniff sich ein zusammenzucken. Zu Hause, es war nie das was es wirklich sein sollte. Er fühlte sich nur hier zu Hause, doch seiner Cousine zu liebe ließ er sich das nicht anmerken.
Er setzte sich ebenfalls und faltete die Hände zusammen. "Was schreiben sie?" fragte er und zog die Augenbrauen interessiert hoch. Wahrscheinlich das übliche, das es ihnen gut ginge und was sie im Zirkel machten. Varondil antwortete so selten wie möglich und schob es immer, auf die wenig Zeit die er habe. In Wahrheit aber, wollte er das alles vergessen, denn seine Eltern hatten nie eine große Bedeutung für ihn gehabt.
Bei seiner Cousine war es etwas anderes, denn sie war die einzige die sich je wirklich für ihn interessiert hatte.
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Regenwolke



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BeitragThema: Re: Die Gilde der Magier   Mo Sep 24, 2012 10:59 pm

Akkarin

"Und noch nicht einmal dann werden sie es glauben", antwortete ich, spöttisch nun. Nicht, weil ich diese Vorstellung in irgendeiner Form erheiternd gefunden hätte, sondern, weil ich keinen anderen Weg sah, damit umzugehen. Denn ja - es machte mir Angst, und ja, ich wollte nicht scheitern mit dem einzigen Ziel, das mich noch antrieb. Aber ich konnte mich jetzt nicht damit auseinandersetzen, denn da war noch diese Frau, die behauptete, Avarya zu sein - de es womöglich gar tatsächlich war.
"Oh, natürlich, sehr klug", schnaubte ich, und fuhr fort, ehe ich Gelegenheit hatte, meine Worte zu überdenken: "Das kommt Euch entgegen, nicht wahr? Wie unheimlich geschickt", ich schüttelte den Kopf. Dieser Streit war so sinnlos, aber es tat so gut, sich ein einziges Mal nicht zurückzuhalten, sondern einfach zu sagen, was ich dachte. Und wenn es zu einer völlig Fremden war. Aber ar sie das, fremd? Oder kannte ich sie, besser als irgendjemanden? Ich wusste es nicht, nicht mmehr mit völliger Sicherheit. Falls das ihr Ziel gewesen war - dann gab es allen Grund, ihr zu gratuliere, denn sie hatte es erreicht.
"Ich weiß es nicht", entgegnete ich, nun wieder leise: "Ich weiß es wirklich nicht"
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BeitragThema: Re: Die Gilde der Magier   Mo Sep 24, 2012 11:02 pm

Ikana schnaubte kaum hörbar "getadelt weil du nicht erholt bist...wenn ich das schon höre...." regte sie sich wieder auf und atmete dann tief durch um nicht weiter in Rage zu fallen "wenigstens hat er dich nicht dafür bestraft" sie zwang sich ein kleines Lächeln auf und würde gerne noch weiter plaudern, jedoch würde sie wahrscheinlich dann auch Reana in Schwierigkeiten bringen und das wollte sie keineswegs "ich geh dann mal an die Arbeit, wir sehen uns später" dann eilte sie weiter und ging ihrer Arbeit nach so gut sie konnte, innerlich regte sie sich jedoch weiter auf, was konnte Reana schließlich dafür wenn sie kein Schlaf finden konnte....in dieser Lebensweise war das sowieso für sie fragwürdig,das überhaupt jemand schlafen könnte, geschweige denn jeden Morgen frisch und munter durch die Gegend zu laufen und mehr oder weniger fröhlich den Pflichten nach zu gehen....sie atmete noch einmal tief durch und versuchte sich nurnoch auf dei Arbeit zu konzentrieren.

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BeitragThema: Re: Die Gilde der Magier   Di Sep 25, 2012 5:05 pm

Avarya

Bei Akkarins Worten schnaubte ich leicht. War etwa die komplette Führungsebene der Gilde so ... verstockt?
"Die Beweise stünden dann zweifelsfrei direkt vor ihrer Haustür" gab ich zurück. Auch wenn das natürlich nichts zu sagen hatte, wenn man sich Akkarin anschaute. Hier saß ich als Beweis für mein Überleben direkt vor ihm und er glaubte mir einfach nicht. Auch wenn die Rettung Kyralias natürlich Vorrang vor allem hatte, so hatte ich doch gehofft, dass wir uns wenigstens noch verstehen würden, wenn nicht sogar mehr. Doch dies hier? Diesen Streit hatte ich nie gewollt.
"Nein es kommt mir ganz und gar nicht entgegen" zischte ich. Diese ganze Situation ging mir auf die Nerven. Eigentlich war ich nahe dran einfach aufzustehen und zu gehen. Doch ich blieb ... warum auch immer. Vermutlich, weil ich ihn doch einfach noch überzeugen wollte.
"Wie schön" erwiderte ich leicht sarkastisch, während sich meine Gedanken darum drehten ob ich den Vorschlag machen sollte.


Reana

Ich unterdrückte ein Seufzen. Es wäre besser, wenn Ikana sich nicht immer über alles aufregen würde, was hier geschah. Ich vermutete schon länger, dass sie sich irgendwann mal in große Schwierigkeiten bringen würde. Doch es lag leider nicht in meiner Macht, ihren Charakter zu ändern oder ihr Verhalten. Ich konnte nur versuchen sie zu bremsen.
„Halt dich zurück“ ermahnte ich sie leise, auch wenn es natürlich schon zu spät war. Der Meister würde von der Kritik erfahren, wenn er am Abend ihre Gedanken las. Das war der Grund, warum ich mich auch in der Gegenwart meiner besten Freundin mühte, keinen Fehler zu machen und nichts Unbedachtes zu sagen. „Es ist sein gutes Recht, meinen derzeitigen körperlichen Zustand zu bemängeln, schließlich bin ich nicht voll einsatzfähig. Andere hätten mich nur deshalb bestraft, weil sie schlechte Laune hätten.“ Bei diesen Worten musste ich an meinen früheren Herrn denken. Er hätte das mit Sicherheit getan. Ich bemerkte das gezwungene Lächeln auf den Lippen der anderen Schakanerin.
„Nein, das hat er nicht“ erwiderte ich, als sie sagte, dass er mich wenigstens nicht bestraft hätte. Noch immer hatte ich die Stimme gesenkt, schließlich befanden wir uns recht nah am Zelt. Dann nickte ich.
„Bis später“ Ich ließ mich zu Boden sinken, schloss kurz die Augen, öffnete sie jedoch wieder. Einzuschlafen wäre wohl fatal, immerhin hatte ich dafür zu sorgen, dass der Meister nicht egstört wurde.

Velia von Arrean

Ich beobachtete, wie Varondil sich ebenfalls setzte und die Hände zusammen faltete. Dann fragte er, was meine Familie geschrieben hatte.
"Ich soll dich grüßen. Sie haben geschrieben, dass es ihnen gut ginge und die Geschäfte gut liefen" antwortete ich, während sich ein Lächeln auf meinen Lippen ausbreitete, als ich an diese Neuigkeit dachte. "Und Meria erwartet ihr zweites Kind. Ich werde also wieder Tante" Meria war meine fünf Jahre ältere Schwester, die schon seit sechs Jahren verheiratet war und zusammen mit ihrem Gemahl ebenfalls in Capia lebte.

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BeitragThema: Re: Die Gilde der Magier   Mo Okt 01, 2012 8:21 pm

Varondil lächelte leicht. Er freute sich, aber nicht so, wie er es sollte. Eigentlich waren es wunderbare Neuigkeiten, aber Meria kannte er kaum.
Eigentlich konnte er das auch für den ganzen Rest seiner Familie behaupten. Manchmal redetet er sich ein, das er seine Eltern auch nie wirklich gekannt hatte.
"Das sind wunderbare Neuigkeiten" beglückwünschte er seine Cousine.
Dann fiel ihm ein, das sie ja zum Unterricht musste. Er stand auf:"Meinst du nicht, das du loß musst?" fragte er. "Soll ich dich begleiten?" fügte er noch hinzu. Varondil wollte nicht den ganzen Tag in seinem Quartier verbringen, so hielt er es für eine gute Idee seine Cousine zu begleiten und etwas frische Luft zu schnappen.
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BeitragThema: Re: Die Gilde der Magier   Mo Okt 01, 2012 9:06 pm

Akkarin

"Beweise können gefälscht sein", gab ich zurück, wohl wissend, dass wir beide nicht mehr an eine hypothetische Situation dachten, sondern an das, was gerade sehr real geschah. Mein Blick war kühl, aber mir war bewusst, dass ich nicht verbergen konnte, was wirklich in mir vorging - Avarya war mein großer Schwachpunkt, und wer immer diese Frau geschickt hatte, wusste das offensichtlich. Und ich wankte - aber würde ich fallen? Es erschreckte und verunsicherte mich, dass ich in diesem Moment keine Antwort hatte.
Auf ihren nächsten Satz schnaubte ich nur abfällig - als ob ihre Worte mich überzeugen konnten! Worte waren nicht genug, und doch war ich noch hier, sprach mit ihr, ganz, als ob ich selbst nicht wüsste, ob ich mich nicht irrte. Aber das tat ich nicht. Ich hatte Avarya nie sterben sehen, das war wahr, aber die ganzen Jahre über war ich mir so unglaublich sicher gewesen, hatte die Trauer mit jedem Stück meiner Seele gefühlt. Sie war nicht Avarya, wer immer sie war. Nicht Avarya, wiederholte ich, immer und immer wieder, und doch begann ich, zu hoffen, wider besseren Wissens. Ich hoffte.
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BeitragThema: Re: Die Gilde der Magier   Mo Okt 01, 2012 9:49 pm

Avarya

"Nicht in dieser Größenordnung" erwiderte ich und unterdrückte ein weiteres Schnauben. Wenn die Gilde es noch immer nicht glauben würde, wenn Kariko vor den Toren von Imardin stand, dann wusste ich ihnen auch nicht mehr zu helfen. Ich beobachtete Akkarin. Auch wenn sein Blick kühl war, hinter seiner Fassade sah es ganz anders aus. Doch ich wollte mir nicht mehr anmaßen zu sagen, dass ich ihn gut kannte. Trotzdem wirkte er ... verunsichert.
Nach meinen nächsten Worten schnaubte er nur. Artete das jetzt zu einem Wettkampf in 'Wer kann am besten abfällig schnauben' aus? Darauf konnte ich getrost verzichten. Ich unterdrückte ein Seufzen. Es gab wohl nur einen Weg. Auch wenn es mir schwer fiel, ich musste mich eben zusammenreißen und ihn gehen.
"Würdet Ihr mir glauben, wenn ich Euch gestatte, meine Gedanken zu lesen?" fragte ich, auch wenn es mich große Überwindung kostete, diese Worte auszusprechen. Meine Entscheidung war gefallen.

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BeitragThema: Re: Die Gilde der Magier   Mo Okt 01, 2012 10:09 pm

Akkarin

"Ach nein? ich behaupte, das hängt ganz mit dem Willen und der Macht des Fälschers zusammen", ich lächelte ironisch. Auch das nur eine Anspielung, wieder einmal, denn ich wollte nun endlich Gewissheit. Ich wollte, dass sie zugab, micj zu täuschen, dass ich mein Leben weiterleben konnte, so, wie es gewesen war, so, wie ich es mir eingerichtet hatte, bevor sie autauchte und mir Hoffung aufbürdete.
Als sie dann vorschlug, mir ihre Gedanken zu offenbaren, blickte ich überrascht auf. Allein das Angebot war ein großer Vertrauensbeweis, und in Gedanken konnte sie nicht lügen... Ich konnte nicht verhindern, dass mein Herz begann, schneller zu schlagen, denn in mir wuchs der Gedanke, dass sie womöglich doch... Aber ich kannte Avarya und ich wusste, was sie erlebt hatte. Die Frau, die ich gekannt hatte, war zwar stark, aber auch tief verletzt gewesen - würde sie tatsächlich..? Oder hoffte diese Frau, die dann nicht Avaryaa war, darauf, dass ich mich an genau das erinnerte und ihr Angebot allein Beweis genug war? Allein deshalb konnte ich nicht ablehnen.
Und so nickte ich, und als ich antwortete, war meine Stimme nicht mehr nur traurig, sondern auch, ein klein wenig, hoffnungsvoll: "Wie könnte ich dann noch zweifeln?", flüsterte ich, und trat näher, hob die Hände, blieb dann aber abwartend stehen. Nicht nur, um ihr die Gelegenheit zu geben, den letzten Schritt zu machen, sondern auch, weil ich noch immer damit rechnete, vor mir eine Fremde zu haben, deren letzte Chance, mich zu überzeugen, sich soeben in Luft aufgelöst hatte. In diesem Fall würde sie jetzt angreifen müssen, und mich würde sie nicht unvorbereit erwischen. Aber vielleicht.. vielleicht.

Shinda

Es war noch früh, aber ich war es gewohnt, nicht lange zu schlafen, anders als die verzogenen kyralischen Blagen, die - so kam es mir vor - in ihrer Kindheit niemals früher aufgestanden waren als zur Mittagszeit. Über so viel Unverstand konnte ich nur stumm den Kopf schütteln - in meiner Heimat war es beinahe unmöglich, sich um die Zeit des höchsten Sonnenstands überhaupt aus dem Haus zu wagen. Obwohl dieser Umstand nichts war, das ich vermisste, im Gegenteil.
Genauso wenig wie die stechende Helligkeit, mit der verglichen das Sonenlicht, das heute früh in mein Zimmer drang, nichts war. Seit einigen Stunden schon war ich wach und beobachtete, wie sich der Himmel veränderte. Jetzt aber war die stille Zeit des Tages vorbei, in den Zimmern neben mir konnte ich hören, wie andere Novizen aufstanden und sich auf den Tag vorbereiteten. Und auch ich war begierig darauf, freute mich auf die Herausforderungen, die er bieten mochte.
Und so erhob ich mich und trat - viel früher als die meisten anderen - aus meinem Zimmer in den Flur und dann nach draußen, wo ich mich auf den Weg zu meine Unterricht machte. Heilkunst. Nicht uninteressant, aber sicher nicht die Disziplin, die ich einmal wählen würde. Die grünen Roben waren nicht für mich bestimmt, aber ob es letztlich die roten des Kriegers oder die purpurnen der Alchemisten sein würden - diesen Teil meines Schicksals kannte ich nicht.
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BeitragThema: Re: Die Gilde der Magier   Mo Okt 01, 2012 10:50 pm

Avarya

Nun konnte ich mir ein verächtliches Schnauben wirklich nicht mehr verkneifen. Akkarin und sein Sturkopf! Gut ich war auch nicht besser, aber trotzdem ... Er ging mir auf die Nerven. Im Moment zumindest. Ich erwiderte nichts auf seine Worte. Es würde doch nur in einer sinnlosen, nicht enden wollenden Diskussion ausarten.
Nach meinen Worten bezüglich des Gedankenlesens schien er überrascht. Verständlich. Es war ein sehr großer Vertrauensbeweis, wenn man jemanden freiwillig in seine Gedanken lies. Hoffentlich würden mich die Erinnerungen nicht überrollen. Ich wusste nicht, ob ich das würde aushalten können. Ich hörte die Trauer in seinem Tonfall, aber auch die Hoffnung. Dann würde er mir glauben.
Akkarin trat näher und hob die Hände, blieb dann jedoch stehen. Ich nickte leicht.
"Nur zu" murmelte ich, wollte es schnell hinter mich bringen.

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BeitragThema: Re: Die Gilde der Magier   Mo Okt 01, 2012 10:55 pm

Akkarin

Und wieder nickte ich ihr zu, ohne etwas zu sagen, legte dann meine Hände an ihre Schläfen. Allein die Berührung machte mich ein Stück sicherer, dass sie tatsächlich die war, für die sie sich ausgab, und nach einem Blick in ihre Augen schloss ich die meinen, um mich zu konzentrieren.
Ich wusste, was sie nun sah - meine Präsenz in ihrem Geist, und ich wusste auch, was das für sie bedeutete, so sie denn wirklich Avarya war, und das war der Grund, weshalb ich abwartete, bis sie auf mich zukam - denn ich würde nicht das tun, was man ihr jahrelang angetan hatte. Ich würde nicht ihre Gedanken rauben, ihre Gefühle. Denn ich wusste, wie sich das anfühlte.
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BeitragThema: Re: Die Gilde der Magier   Mo Okt 01, 2012 11:17 pm

Avarya

Akkarin nickte mir abermals zu, legte dann wortlos die Hände an meine Schläfen. Bei der Berührung alleine schon musste ich mich zusammenreißen, um nicht zurückzuweichen. Zu viele Erinnerungen waren damit verbunden, es gelang mir jedoch, sie zu verdrängen. Für einen kurzen Moment sahen wir uns in die Augen, ehe er die seinen schloss und ich es ihm gleich tat.
Ich konzentrierte mich auf die Visualisierung meines Geistes. Auch wenn das Gebäude von außen klein und ärmlich aussah, gebaut aus Holz und Lehm, so befanden sich im Inneren doch recht viele Türen. Ich spürte Akkarins Präsenz, war dankbar dafür, dass er sich nicht mit Gewalt Zutritt verschaffte, wie es so einige andere getan hätten. Aber gut, er wusste schließlich auch, was es bedeutete, wenn jemand Tag für Tag deine Gedanken raubte. Ich öffnete die Tür.
"Kommt herein"

Velia

"Ja" sagte ich zustimmend, auch wenn ich das Gefühl hatte, dass Varondil es nicht richtig ernst meinte. Er war schon immer sehr zurückgezogen gewesen, hatte sich vom Rest der Familie abgekapselt. Als er jedoch erwähnte, dass ich lös müsse schreckte ich hoch. War es wirklich schon so spät?
"Oh ja, natürlich. Ich will ja nicht zu spät zu Heilkunst kommen" murmelte ich etwas fahrig, nickte dann. "Gerne doch" Ich erhob mich ebenfalls, strich meine Robe glatt und nahm meine Tasche. "Wir können"

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BeitragThema: Re: Die Gilde der Magier   Mo Okt 01, 2012 11:22 pm

Akkarin

Es dauerte nur einen Moment, dann öffnete sich die Tür des Hauses, das wir zur Visualisierung nutzten. es war hilfreich, nicht notwendig, manchmal gar hinderlich, aber in diesem Fall - war es sicher gut, dass sie eine Tür öffnen konnte. Und spätestens der Anblick ihres Gebäudes überzeugte mich. Denn das war Avarya, war ihr Charakter, den ich vor vielen Jahren ebenso gut wie meinen eigenen gekannt hatte.
Und so lächelte ich ihr zu, als ich eintrat.
"Würdest du... Würdet Ihr" - ich korrigierte mich - "mir etwas zeigen? Eine gemeinsame Erinnerung, eine... eine von den glücklichen", ich sah sie an, jäh befangen, und mir wurde schmerzlich bewusst, dass wir - wenn sie Avarya war - siebzehn Jahre gemeinsamen Glücks versäumt hatten. Denn ich liebte sie noch genauso wie damals, und der Schmerz über ihren Verlust hatten meine Zuneigung und mein Vertrauen zu ihr nur gestärkt.
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BeitragThema: Re: Die Gilde der Magier   Mo Okt 01, 2012 11:33 pm

Avarya

Akkarin lächelte, als er eintrat und ich konnte nicht umhin, dass sich auf meinen Lippen ebenfalls ein Lächeln ausbreitete. Er bat mich, ihm eine Erinnerung von uns beiden zu zeigen. Nun, damit konnte ich dienen. Die glücklichen Erinnerungen bewahrte ich in einem separaten Raum auf.
"Natürlich, mit Vergnügen" erwiderte ich, drehte mich um und ging zielstrebig auf eine der Türen zu. Ich öffnete sie und trat dann beiseite. "Schaut Euch nur um" murmelte ich. Ich vertraute ihm uneingeschränkt. Plötzlich wurde mir bewusst, dass wir siebzehn Jahre verloren hatten, nur weil ich ihn darum gebeten hatte, mich zurückzulassen. Hatte ich damals wirklich die richtige Entscheidung getroffen? Doch andererseits hätte ich es mir nie verzeihen können, wenn Kariko uns wegen mir gefunden hätte.

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BeitragThema: Re: Die Gilde der Magier   Mo Okt 01, 2012 11:39 pm

Akkarin

"Das wäre... respektlos", antwortete ich, mit plötzlicher Vorsicht. Wie viel hatte sich verändert, in den siebzehn Jahren? Meine Gefühle nicht - aber womöglich die ihren? Denn dass sie tatsächlich Avarya war - das zu erkennen, dazu genügte ein einziger Blick in den Raum.
"Verzeih mir", flüsterte ich: "Ich hätte dir glauben sollen", ich schüttelte den Kopf. Dieser Fehler war vielleicht tragisch, aber mir war klar, dass ich keine andere Wahl gehabt hatte. Und trotzdem... hätte ich sie nicht erkennen müssen? Oder hatte ich das - und den Gedanken nur weit von mir geschoben?
"Es tut mir Leid", wiederholte ich, aufrichtig, dann, weil ich zeit zum Nachdenken brauchte, verließ ich ihren Geist, ließ meine Hände aber, wo sie waren. Ich wusste nicht, wie ich jetzt reagieren sollte - ich wusste nicht, was Avarya wollte.
"Weshalb bist du zurück gekommen?", fragte ich, und meine Stimme brach beinahe bei den letzten Worten: "Warum jetzt? Warum nicht...", ich führte den Satz nicht zuende, aber sie wusste sicher, was ich sagen wollte: Warum nicht schon vor Jahren?
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BeitragThema: Re: Die Gilde der Magier   Di Okt 02, 2012 12:04 am

Avarya

"Wie du meinst" erwiderte ich. Seit wann war er denn so vorsichtig? Davon hatte ich den vergangenen Minuten aber nichts bemerkt. Dann bat er mich um Verzeihung.
"Schon gut, ich verzeihe dir" sagte ich leise. "Ich kann verstehen, dass es nicht einfach ist, zu glauben, dass ich lebe, wo du doch dachtest, ich sei tot. Ich hätte nicht so ... aus der Haut fahren sollen. Also muss ich dich wohl um Verzeihung bitten" Hoffentlich hatte ich nicht alles kaputt gemacht. Wenn er mich zurückweisen würde, dann ... würde ich wohl innerlich sterben. Nach einer neuerlichen Entschuldigung verließ Akkarin meinen Geist. Noch hielt ich die Augen geschlossen, öffnete sie jedoch wieder.
"Ich wollte dich warnen" antwortete ich, fügte dann hinzu: "Und ich wollte dich wiedersehen" Nicht nur seine Stimme brach am Ende des Satzes. Bei seiner nächsten Frage senkte ich beschämt den Kopf. Ja, warum war ich nicht schon vor Jahren gekommen? Warum? "Ich weiß es nicht. Das frage ich mich auch. Ich hätte eher herkommen sollen oder dich zumindest benachrichtigen, dass ich noch lebe ... Es tut mir Leid. Es tut mir sehr Leid."

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